Verband kritisiert Reutlinger Pferdesteuer-Beschluss
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Aufruf zur Unterstützung der Online-Petition gegen die Einführung der Steuer
Der Reutlinger Gemeinderat hat am 26. März 2026 überraschend die Einführung einer Pferdesteuer beschlossen. Die Entscheidung sorgt in der Region und bundesweit für erhebliche Irritation und massiven Protest. Verbände wie der Pferdesportverband Baden-Württemberg, der Pferdezuchtverband Baden-Württemberg, die Arbeitsgemeinschaft Deutsches Sportpferd, der Landesbauernverband Baden-Württemberg sowie Pferdesport Deutschland kritisieren die Entscheidung scharf und warnen vor den weitreichenden Folgen für Pferdehalter, Zuchtbetriebe und den Pferdesport als Kulturgut.
Bereits kurz nach Bekanntwerden des Beschlusses wurde eine Online-Petition gestartet, die sich gegen die Einführung der Steuer richtet. Sie ist unter folgendem Link erreichbar: https://innn.it/reutlingen-darf-keine-pferdest
Alle sind sich einig: Wir werden alles daransetzen, die Pferdesteuer in Reutlingen abzuwenden. Die Verbände arbeiten gemeinsam mit engagierten Reitern, Pferdehaltern und Züchtern um die Einführung der Pferdesteuer in Reutlingen zu verhindern. In den vergangenen Jahren wurde die Einführung einer Pferdesteuer in mehr als 500 deutschen Kommunen diskutiert. Beschlossen wurde sie letztlich nur in drei hessische Gemeinden. Tatsächlich erhoben wird die Steuer allerdings nur in einer Gemeinde, in Schlangenbad.
Die Petition kann von jeder Person unterschrieben werden, unabhängig von Wohnort oder Besitz eines eigenen Pferdes. Hintergrund sind die Regeln von Online-Petitionsplattformen wie innn.it oder OpenPetition:
- Keine Wohnortbeschränkung: Eine bundesweite Teilnahme ist ausdrücklich erwünscht.
- Offen für alle Interessierten: Reiter, Pferdehalter, Züchter, landwirtschaftliche Betriebe und unterstützende Bürger können unterzeichnen.
- Einfache Teilnahme: Erforderlich sind lediglich Name und gültige E-Mail-Adresse.
Rechtlich bindend ist eine Online-Petition zwar nicht, dennoch entfaltet sie starken öffentlichen und politischen Druck. Formelle Petitionen an den Gemeinderat haben nach der baden-württembergischen Kommunalverfassung ein höheres Gewicht, müssen aber von Einwohnern der Gemeinde eingereicht werden.
Die Verbände appellieren an alle Pferdesportfreunde und Unterstützer des ländlichen Raums, die Petition zu unterzeichnen und damit ein klares Zeichen zu setzen. Jede Stimme trägt dazu bei, die gesellschaftliche Bedeutung des Pferdesports und der Pferdehaltung sichtbar zu machen.
Jeder Pferdesportler, Pferdehalter und Züchter, der ähnliche Diskussionen in seiner Gemeinde befürchtet, kann sich jederzeit an Pferdesport Deutschland oder die jeweiligen Landespferdesportverbände wenden.
Quelle: PSV Baden-Württemberg