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Coronavirus: Tipps für Vereine, Betriebe und selbstständige Unternehmen

von extern (Kommentare: 0)

18.03.2020 | 15:40 Uhr | Julia Basic

Unterstützung in Notsituationen und bei finanziellen Engpässen

Warendorf (fn-press). Die Auswirkungen des Coronavirus treffen Reitvereine, Pferdebetriebe und selbstständige Unternehmen im Bereich Pferdesport mit besonderer Härte. In der aktuellen Krise brechen Einnahmen aus dem Schulbetrieb weg, Trainer können keinen Unterricht geben, Vereine und Betriebe stehen vor kapitalen Existenzfragen. Derzeit herrscht viel Unsicherheit darüber, wie die Versorgung der Pferde sichergestellt werden kann und wie die unsichere Zeit vor allem finanziell zu stemmen ist. Die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) hat einige Tipps und Informationen dazu zusammengestellt. 

  • Unsere Einnahmen aus dem Schulbetreib brechen weg – wo bekommen wir finanzielle Unterstützung?
  • An wen können wir uns in unserer Notsituation wenden?

Dies sind Beispiele der kapitalen Existenzfragen der Vereine und Betriebe, die der Pferdesport in seiner Gesamtheit mit größtmöglicher Energie angehen muss. Jeder ist dabei gefragt, sich einzubringen.

Politische Ebene:
Vereine und Betriebe müssen in knapper, aber deutlicher Form ihren Kommunalpolitkern, Kreis-, Landtags- und auch Bundestagsabgeordneten aus den eigenen Regionen ihre Notlage schildern. Am besten in persönlichen Briefen. Die FN und die Landespferdesportverbände bitten darum, diese Briefe der Betroffenen in Kopie (per E-Mail an Thomas Ungruhe, tungruhe@fn-dokr.de) zu bekommen. Warum?
FN und Landesverbände können sich so viel effektiver auf politischer Ebene für die finanzielle Unterstützung der Vereine und Betriebe einsetzen und darauf drängen, dass die Landes- und Bundesministerien im wirtschaftlichen, landwirtschaftlichen und sportlichen Bereich Maßnahmen ergreifen.

Aber nicht nur der Schulterschluss mit der Politik ist wichtig. Auch der organisierte Sport wie zum Beispiel die Stadt-, Kreis- und Landessportbünde müssen auf die besondere Notlage aufmerksam gemacht werden. Welche Ansprechpartner hier konkret gefragt sind, hat die FN in einem Merkblatt exemplarisch für jedes Bundesland zusammengestellt. Das Merkblatt steht auf www.pferd-aktuell.de/coronavirus unter der Frage "An wen kann ich mich in meiner finanziellen Notlage wenden?" als Download zur Verfügung.

Finanzielle Ebene:
Reitvereine, Pferdebetriebe und selbstständige Unternehmen im Bereich Pferdesport haben jetzt mit Verdienstausfällen zu rechnen. Um diese Liquiditätsengpasse zu überbrücken, können bei den Bürgschaftsbanken der Länder Kredite beantragt werden. Eine Übersicht der Banken, Links zu mehr Informationen sowie die Antragsformulare gibt es auf www.pferd-aktuell.de/coronavirus unter der Frage "An wen kann ich mich in meiner finanziellen Notlage wenden?".

Um die Gesundheit der Bevölkerung sicherzustellen, können die zuständigen Behörden auf Basis des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) Maßnahmen treffen und zum Beispiel Personen offiziell unter Quarantäne stellen. Die Entschädigung eines Verdienstausfalles durch ein „Tätigkeitsverbot“ ist gesetzlich geregelt. Für den Fall, dass Arbeitgeber im Verein oder Betrieb davon betroffen sind, stellt die FN eine Liste mit Fragen und Antworten sowie den zuständigen Behörden für eine „Verdienstausfallentschädigung“ zur Verfügung. Die Liste gibt es auf www.pferd-aktuell.de/coronavirus unter der Frage "An wen kann ich mich in meiner finanziellen Notlage wenden?".

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